Und wieder trafen sich 15 ausgebuffte Radelfans in Husum, angesichts einer Wetterprognose, bei der „normale Leute“ nicht mal ihren Hund Gassi führen würden. Aber der Chef hatte ja „gerufen“ und los ging’s! Zunächst mussten wir nachsehen, ob das WC in Schwabstedt noch steht (was tatsächlich der Fall war!), dann wurden die Störche und die Kirche in Bergenhusen inspiziert, worauf schon der erste Schnaps inhaliert werden konnte. Über Meggerdorf und Tetenhusen weiter nach Owschlag, wo der Ochsenweg seinem Namen alle Ehre machte und die Räder und Fahrer einer harten Prüfung unterzogen wurden… Darüber legt sich der Mantel des Schweigens…


Aber irgendwie ging es doch regnerisch weiter bis zum Café Flohrs am Bistensee, dort endlich die ersehnte Eierlikörtorte! Dann noch ein kleiner Hupf zum Tagesziel „Schützenhof“ in Groß-Wittensee. Der Tag endete mit leckerem Essen und einem gemütlichen Beisammensein. 

Am zweiten Tag bekam jedes Rad die verdiente Wasserdusche, damit die Ochsenwegspuren keinen Schaden anrichten konnten. Drei Gäste von der RG Kiel verstärkten die Truppe, so konnten wir bei schönem Wetter gemeinsam durch die reizvolle Schwansener Landschaft radeln. Nach Rieseby, Krieseby und Sieseby gelangten wir an die Schlei. Dort begrüßte uns die „Schlei-Princess“ mit ihren großen Schaufeln und lud zum ausgiebigen Foto-Shooting ein. Nach bezaubernden Eindrücken entlang der Schlei nutzten wir die überfüllte Fähre nach Arnis und bekamen endlich Kaffee und Kuchen in „Mormor’s Café“. In der kleinsten Stadt Deutschlands wurde die Arnisser Schifferkirche besichtigt, bevor es direkt an der Ostsee zum Ziel „Landhaus Ostseeblick“ bei Kronsgaard/Pottloch ging. Nach einem schmackhaften Essen pilgerten wir zur nahen Ostsee und erlebten dort einen zauberhaften, warmen Sommerabend. Auch dieser Abend endete bei netten Gesprächen und anregenden Getränken im Hotel.

Am Mittwoch zeigte sich die Ostsee von ihrer schönsten Seite, ein strahlender Tag mit tollen Erlebnissen erwartete uns! Beate übernahm die Führung und zeigte uns ihre wundervolle Heimat. Über Gut Oehe, am Naturschutzgebiet Schleimünde vorbei führte der Weg nach Maasholm, wo wir die historischen Schiffsanlegestellen besichtigen konnten. Dann gab’s einen Abstecher über Gut Buckhagen nach Rabelsund (Blick zurück nach Maasholm, Schleimünde und Olpenitz) und weiter nach Kappeln. Dort besichtigten wir die Nikolaikirche, aßen das obligatorische Fischbrötchen von Föh („Sage Kappeln nie Adieu ohne einen Fisch von Föhr!“) mit Blick auf den einzigartigen Heringszaun Europas. Weiter am Museumshafen entlang zum Königstein, dann über Karschau ins typische Angeln: immer auf und ab mit herrlichen Aussichten! Zwischenziel war das Ostseehotel Hunhoi zum Kaffeetrinken. Ein letzter Schwenk über Wackerballig und Pommerby, bevor es wieder nach Kronsgaard ging. Der Abend: Satt, zufrieden, schläfrig und voller schöner Erlebnisse!

Am nächsten Tag war wieder der Chef dran: Er führte uns an der Geltinger Birk entlang zum Leuchtturm Falshöft, wo gerade 5 Trauungen stattfanden, dann nach Steinbergkirche und zum Bismarckturm mit weitem Blick über Förde und Ostsee sowie dem Hinterland von Angeln. Rasch fuhren wir weiter zum Obsthof Jensen bei Sörup und schließlich zum „Ruhekrug“ bei Lürschau. Dort gab es leckeres Essen auf der Terrasse und später noch ein „Likörchen“ („das Leben muss ja weitergehen…“), bis uns die Augen zufielen.

Am letzten Tag besichtigten wir auf der Rückfahrt von Lürschau nach Husum noch den „Backensholzer Hof“ bei Oster-Ohrstedt, wo man leckeren Käse und andere Köstlichkeiten bekommt. Mit trockenen Reifen erreichten wir Husum und waren dankbar für schöne, unvergessliche Erlebnisse auf einer Gesamtstrecke von ca. 300 km. 

Im Namen aller: Gut gemacht, lieber Sönke!
Marie, Beate und Wolfgang