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2019 Inselhopping

Bilder > Radwandern
Inselhopping vom 11. - 14.06.2019
 
 
Eine weitere Mehrtagestour des RSV Husum steht auf dem Programm.  Inselhopping, spannend und erwartungsvoll begeben sich 11 froh gestimmte Radwanderer bei grau bedecktem Himmel auf die Route. Wir radeln durch die weitläufige Hattstedter Marsch und machen in Struckum für eine Tasse Kaffee Halt. Dann geht es weiter über Breklum, Bredstedt, Bordelum und Büttjebüll. Wir wollen es nicht wahrhaben, aber der Himmel öffnet seine Schleusen und ergießt sich eine Stunde lang prasselnd auf uns hernieder. Wir radeln über Bollhaus entlang des Bottschlotter Sees. Das Wasser steht in den Schuhen, die Stimmung sinkt, aber sehr bald ist auch dieser Schock vorüber. Dank Anke, die viele Jahre in dieser Region gelebt hat, kehren wir in Blocksberg in eine nette, gemütliche Gaststätte ein und genießen wohlschmeckenden Kaffee und extra für uns gebackenen Rhabarberkuchen und Erdbeertörtchen. Ja, sofort kehrt die Stimmung um und gestärkt geht es weiter bis Emmelsbüll. Hier war Anke zuhause und wir sehen uns ihr ehemaliges Wohnhaus an. Jetzt sind nicht mehr allzu viele Kilometer zu fahren und wir erreichen nach 66 km unser heutiges Ziel, die „Klanxbüller Stuben“. Schnell sind die Zimmer vergeben und ein leckeres Abendessen können wir zum Abschluss eines dennoch gelungenen Tages genießen.
 
Die Erwartung des neuen Tages mit dem Ziel, die Insel „Röm“ zu erreichen, ist groß, obwohl sich der Himmel abermals wolkenverhangen zeigt. Bei Norddeich kommen wir nach Dänemark und gelangen an die Schleusen von Hojer. In Ballum legen wir an einem netten Rastplatz unsere Mittagspause ein. Kilometer lang, teilweise total gerade Strecke, fahren wir parallel zum Deichverlauf bis zur Hauptstraße und gelangen an den 9170 m langen Damm, der zur Insel Röm führt. Wir glauben es kaum, denn Rückenwind unterstützt unsere Fahrt. Begeistert sind wir alle von der Kennzeichnung des breiten Radweges mit seiner glatten Fläche. Da bereitet das Radfahren große Freude! Im Handumdrehen sind wir auf der Insel. Im „Hotel Lakolk“ ist unsere Bleibe für zwei Tage. Lakolk ist der Ausgangspunkt zum Meer, das jedoch nur über eine viele hundert Meter breite Sandbank zu erreichen ist.
 
Nach 65 km Radtour haben wir ein Abendessen verdient und erfreulicherweise  wird uns im Döner Restaurant Mormet mit sehr netter Bedienung ein leckeres  Essen serviert. Auf Regen sind wir gar nicht eingestellt und so werden wir abermals überrascht. Not macht erfinderisch, denn einige haben nur leichte Bekleidung an. Die freundliche Bedienung ist hilfsbereit und stellt uns große Plastikmülltüten zur Verfügung, um so ein einigermaßen trocken unser Hotel zu erreichen. So erleben wir zusätzlich lustige Anblicke mit viel Gelächter.
 
Ein neuer Tag beginnt, es soll ein Ruhetag werden. Aber ohne Radfahren ist das nicht möglich. So erkunden wir die Insel ausgiebig und können uns an der vielseitigen Natur mit seinen weiten Heideflächen und Kiefernwäldchen erfreuen. Am Wegesrand blühen violettfarbene Orchideen und gelbe Schwertlilien. Wir radeln über 53 km auf der Insel und kehren zum wiederholten Mal in dem Restaurant vom Vorabend ein. Heute ist ein wunderschöner Abend mit leuchtend untergehender Sonne, an dem unbedingt noch eine Wanderung auf der Sandbank auf dem Programm steht.
 
Wir verlassen Röm. Von Havneby fahren wir mit einer großen Fähre in einer dreiviertel Stunde  hinüber nach Sylt. Wie geplant führen uns von List aus Hilde und Horst, die jahrelang hier gelebt haben, über die Insel. Wir staunen über die Vielzahl der großartigen, noblen Reetdach gedeckten Villen in den Orten. Reger Fahrradverkehr herrscht auf unserer Strecke. Wir radeln entlang der Wattseite der Insel, durchaus sehenswert! Im Restaurant „Hus in Lee“ kehren wir ein und danach begeben wir uns nach Hörnum zur weiteren Fährüberfahrt. Diese findet mit der Schnellfähre statt und führt über Amrum und Hooge nach Nordstrand. Mit rasanter Geschwindigkeit rauschen wir bei purem Sonnenschein über die Wasserfläche und nach fast 2,5 Stunden verlassen wir die Fähre. Einen wunderbaren Abschluss bei untergehender Sonne erleben wir auf unseren heute geradelten 77 km. Alle Radler sind glücklich, dank Sönkes hervorragender Planung. Einen besonderen Luxus verdanken wir Karin, denn sie hat für den Transport unseres Gepäcks gesorgt! So erlebten wir abermals eine gelungene Reise über 261 km.
 
 
Renate Ott
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